Intention: (best seen with mozilla:-)
Soziale Arbeit ist eng an gesellschaftliche, ökonomische und staatliche Bedingungen gekoppelt und hat sich im Laufe der Geschichte zu einem vielschichtigen Feld sozialer Praxis entwickelt. Die gegenwärtigen Transformationsprozesse sind von einer ökonomisierenden Logik gekennzeichnet, die Ungleichheiten und Marginalisierungsprozesse verschärfen. Vor dem Hintergrund des Um- und Abbaus staatlicher Unterstützungssysteme verändern sich Inhalte und Formen sozialarbeiterischer Handlungsbezüge u.a. im Sinne ökonomisierter und ordnungs- bzw. sicherheitspolitischer Logiken.
Der Verein Kritische Soziale Arbeit will der Analyse dieser Tendenzen eine fachlich-reflexive Plattform geben und wir als ProtagonistInnen werden unsere Positionierungen und die unserer KollegInnen hier laufend einbringen (Positionen).
Tagungsvorankündigung
Lust am Konkreten!
Ansprüche und Widersprüche Sozialer Arbeit (04./05.11.2010)
Download Vorankündigung
Zur Tagung:
Soziale Arbeit trägt dazu bei, gesellschaftliche Widersprüche und Interessenskonflikte sowie soziale Ungleichheiten und Ausschließungsprozesse aufzudecken und das Soziale im Sinne der Förderung der menschlichen Entwicklung mit zu gestalten. Veränderte gesellschaftliche Bedingungen, gewandelte ökonomische Regulationsweisen und neue Formen staatlichen Handelns bedeuten vielfältige Ansprüche an Soziale Arbeit. Zugleich ist die Soziale Arbeit selbst heterogen und von unterschiedlichen – teilweise auch widersprüchlichen - fachlichen Positionen und politischen Perspektiven gekennzeichnet. Die Weiterentwicklung einer selbstbestimmten und reflexiven Handlungspraxis in sozialen Organisationen wie auch in akademischen Lehr- und Forschungseinrichtungen ist daher geboten.
Nachdem der Verein kriSo bei den vorangegangenen Veranstaltungen den Blick stärker auf Analyse und Kritik gerichtet hat (siehe vergangene Veranstaltungen), wollen wir diesmal der Krise eine Chance geben. Eine Chance dahingehend, dass krisenhafte Perioden auch wachrütteln und zum Neunachdenken ermutigen. In diesem Sinne ist das Ziel der Fachtagung zentrale Aspekte Sozialer Arbeit und allgemeine Bedingungen von Lebensentwürfen anders zu denken, um neue Denkanstöße zu gewinnen und neue Wege zu entwerfen. Aus diesem Grunde richtet sich die Tagung an PraktikerInnen aus diversen Feldern der Sozialen Arbeit, an ExpertInnen aus dem Wissenschafts- und Forschungsbereich sowie an MultiplikatorInnen aus Verwaltung und Politik. Gemeinsam werden wir einschlägige aktuelle Bereiche Sozialer Arbeit aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten und die spannenden, aber auch widersprüchlichen Möglichkeiten aktueller Praxis hinsichtlich der Anforderungen professioneller Sozialer Arbeit erörtern.
Wien, im Juni 2010
--- nähere Infos in Kürze ---
Publikationsauswahl 2009
Kurswechsel 03/09 „Kritische Soziale Arbeit“
In den Beiträgen von Josef Bakic, Ljubomir Bratić, Marc Diebäcker, Volker Eick, Elisabeth Hammer, Uwe Hirschfeld, Fabian Kessl, Susanne Maurer, Eva Nadai, Nina Oelkers und Martina Richter werden unterschiedliche Möglichkeiten des Einsatzes von Kritik in der Sozialen Arbeit vorgestellt. Die Leistungsfähigkeit Kritischer Sozialer Arbeit wird anhand wesentlicher professionstheoretischer Fragestellungen und ausgewählter Handlungsfelder aufgezeigt, womit ein Diskurs fortgesetzt wird, der in den letzten Jahren erste Konturen eines „Andersdenken“ sichtbar gemacht hat.
Bestellung der Zeitschrift: www.kurswechsel.at
Publikationsauswahl 2008
Aktuelle Leitbegriffe der Sozialen Arbeit. Ein kritisches Handbuch
herausgegeben von Josef Bakic, Marc Diebäcker, Elisabeth Hammer
Soeben erschienen bei Löcker Verlag, Wien
ISBN: 987-3-85409-477-7
Erhältlich im gut sortierten Fachbuchhandel
Zum Inhalt:
Anhand der Begriffspaare Aktivierung und Soziale Kontrolle, Auftrag und Mandat, Biographie und Lebenswelt, Case Management und Clearing, Diagnose und Sozialtechnologie, Diversity und Ausschluss, Ideologie und Theoriebildung, Management und Steuerung, Neue Unterschicht und Soziale Sicherung, Norm und Abweichung, Prävention und Disziplinierung, Profession und Geschlecht, Qualität und Effizienz, Recht und Wettbewerb, Sozialraum und Governance, System und Subjekt, Vorsorge und Fürsorge werden aktuelle Diskurse der Sozialen Arbeit einer systematischen Analyse unterzogen.
Die HerausgeberInnen haben dies gemeinsam mit Christine Stelzer-Orthofer, Frank Bettinger, Rudolf Egger, Roland Fürst, Michael Galuske, Nicole Rosenbauer, Samira Baig, Albert Scherr, Michael Winkler, Franz Kolland, Agnieszka Dzierzbicka, Margrit Brückner, Nikolaus Dimmel, Fabian Kessl und Michael Opielka in die Tat umgesetzt.
Wien, 2008



